Wohnstandortentscheidungen privater Personen

Beschreibung des Tools

Im Anwendungsfall der Wohnungssuche liefert das Tool relevante Informationen von Standortvergleichen, wie etwa über unterschiedliche Erreichbarkeiten von Versorgungs-. Bildungs-, Gesundheitseinrichtungen, Behörden u.ä. je nach Verkehrsmodus und je nach Standort. Standortinformationen im Vergleich ermöglichen die Gegenüberstellung von Vor- und Nachteilen und unterstützen so Entscheidung für einen Standort.

AnwenderInnen

Privatpersonen, private Haushalte

Modellanwendung und Informationsaufbereitung

Der Einsatz des Modells für Wohnstandortentscheidungen für Privatpersonen und private Haushalte wird vor allem im online Bereich gesehen. Am vielversprechendsten wäre dabei die Verschneidung des Services mit bestehenden Angeboten zu geographischen Informationssystemen (z.B. Erweiterung des Vienna GIS) und Auskunftstools wie Immobilienplattformen. Über eine Adresseingabe würden zielgruppenspezifische Informationen über die Mobilitätsqualität von Standorten abgerufen bzw. als Zusatzinformation beim Auffinden freier Immobilien angezeigt werden – beispielsweise aufbereitet als „Mobilitätsausweis für Immobilien“. Der Grad der Informationstiefe sollte für NutzerInnen zudem variabel wählbar sein – vom Überblick über die Mobilitätsqualität von Standorten bis hin zur Möglichkeiten einer umfassenden, differenzierten Betrachtung von Standorten, und dem Vergleich verschiedener Standorten und deren Qualitäten, je nach Zielgruppe.

Was wird für die Umsetzung gebraucht?

– Kenntnisse über weitere zielgruppenspezifische Mobilitätsbedürfnisse und -hemmnisse
– Bundesweite, adressgenaue, aktuelle Verkehrsinfrastrukturdaten (Nah- und Fernverkehr, lokale Mobilitätsangebote, Haltestellen, Fahrpläne, Radwege, Gehsteige, etc.)
– Bundesweite, adressgenaue Daten sozialer Infrastruktur (Einrichtungen für Bildung, Gesundheit, Dienstleistungen, Behörden etc.)

Potentiale und Risiken

+ Wissenserweiterung
+ Bedürfnisorientierten Standortentscheidung
+ Berücksichtigung von Mobilitätskosten als Faktor für die Entscheidung eines Wohnstandortes
+ Reduktion von Mobilitätskosten durch die Wohnstandortwahl
+ Förderung aktiver Mobilität
– Forcierung der Nachfrage auf bestimmte Regionen (Abwanderung, Entwicklung sozialer Monostrukturen)
– Fehleinschätzungen der Modellergebnisse

Modellerweiterungen

– Informationsfilterung bzw. individualisierbare Einstellungen: nutzerInnenseitige Angabe von Präferenzen (z.B. Gewichtung wichtiger Einrichtungen bzw. Verkehrsmodi) und Erstellung eines persönlichen Profils